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Kennzeichen > 1906 bis 1945


Es kommt System in die Sache


Da sich bis dato ein regelrechter "Wildwuchs" an verschiedensten Kennzeichensystemen im Deutschen Reich entwickelt und etabliert hatte, schien eine reichsweite Reform mit einheitlichen Regelungen unerlässlich.

So wurde 1906 ein solches System eingeführt, das bis 1910 deutschlandweit auch umgesetzt wurde. Nach dessen Vorschriften sollten Kennzeichenschilder fortan weiß mit schwarzer Schrift sein und ein Regionskürzel sowie eine fortlaufende Nummer mit maximal sechs Stellen tragen.

PKW-Kennzeichen aus Sachsen, Kreishauptmannschaft Chemnitz. (Privatsammlung)



Das System an sich ist relativ einfach und verständlich aufgebaut: Jeder Freistaat beziehungsweise jedes größere Land, das zum Deutschen Reich gehörte, bekam zuerst einmal eine Zahl zugeordnet, die in römischen Zeichen angezeigt wurde, also beispielsweise 'I' für Preußen, 'II' für Bayern, 'III' für Württemberg oder 'V' für Hessen.

Die speziellere Unterteilung in Provinzen, Regierungsbezirke oder Kreise erfolgte dann anhand normaler Buchstaben des Alphabetes von A bis Z, so dass ein komplettes Unterscheidungszeichen etwa 'IA' für Berlin (Preußen), 'IIA' für München, 'IIB' für Oberbayern, 'IIIA' für Stuttgart oder 'VO' für Oberhessen sein konnte.

Fürsten- sowie Herzogtümer und kleinere Länder wie Braunschweig oder Schaumburg-Lippe bekamen davon abweichende Unterscheidungszeichen wie 'B' beziehungsweise 'SL'.

LKW-Kennzeichen aus der preußischen Provinz Sachsen, Landkreis Mühlhausen (Thüringen). (Privatsammlung)


Motorrad-Kennzeichen aus dem Land Mecklenburg, Landkreis Güstrow. (Privatsammlung)


Motorrad-Kennzeichen aus dem Herzogtum Mecklenburg-Schwerin, Stadt Crivitz (ca. 1930). (Privatsammlung)